Linux Mint 20 XFCE vs Linux Mint 20 Mate

Linux Mint wird oftmals mit der Cinnamon Ausgabe assoziiert. Doch das Linux Mint Projekt bietet auch Editionen mit Mate und Xfce Desktop für schwächere oder ältere Rechner an. In diesem Video schauen wir die beiden Ausgaben mal an und versuchen sie sachlich zu vergleichen. Bleibt dran.

Über Linux Mint

Linux Mint basiert auf Ubuntu. Es gibt noch die fast gleichnamige Linux Mint Debian Edition (LMDE), die als Alternative auf Debian aufbaut. In diesem Test geht es aber ausschließlich um die Ubuntu basierende Linux Mint Distribution.

Mehr zum Thema: Linux Mint 20 Cinnamon (Ulyana) im Test

Schauen wir zunächst die Ausgaben an:

EditionBeschreibung
Cinnamon EditionGlatt, Modern und Innovativ
Mate EditionStabil, Robust, Traditionell
Xfce EditionLeicht, Einfach, Effizient

Klingt schon mal vielversprechend. Doch gibt es noch mehr Diversität außer ein paar Schlagwörtern?

Vielleicht bei den Anforderungen:

Die LM Cinnamon Edition benötigt 1 oder besser 2 GB RAM und 15 bzw. 20 GB Plattenplatz
Die LM Mate Edition benötigt 1 oder besser 2 GB RAM und 15 bzw. 20 GB Plattenplatz 
Die LM Xfce Edition benötigt 1 oder besser 2 GB RAM und 15 bzw. 20 GB Plattenplatz  

Es scheint also zunächst von den Anforderungen her völlig unerheblich welchen Desktop wir wählen. Alle drei stellen die gleichen Bedingungen. Das hat mich auch etwas überrascht. Kommen wir hier auf dem Papier zur Feststellung, daß die Wahl der Edition einfach eine persönliche Geschmacksfrage ist.

Desktop & Programme

Könnt Ihr auf den ersten Blick erraten welches System welcher Desktop ist? Gar nicht so leicht oder? Ich will Euch nicht auf die Folter spannen.

Die Mate Edition liefert Mate in Version: MATE 1.24.0

Die XfCE Edition liefert Xfce in Version: Xfce 4.14.2

Für meinen Geschmack sind die Desktops vom optischen Erscheinungsbild nahe beieinander. Lediglich die Cinnamon Version sieht auf den ersten Blick von den Symbolen in der Leiste etwas anders aus.

Linux Mint 20 – Cinnamon Ausgabe

Letztlich hat das Linux Mint Projekt gute Arbeit darin investiert seine Oberfläche der Distribution einheitlich über verschiedene Desktops zu streuen. Es ist ein einheitliches Design erkennbar, was einen hohen Wiedererkennungswert sicherstellt.

Ein Entscheidungskriterium kann z.B. sein wenn Ihr auf die Helferprogramme, die Xfce oder Mate mitbringen, abfahrt oder darauf angewiesen seid. Ansonsten kann die Wahl mehr oder minder frei Schnauze erfolgen. Es empfiehlt sich vielleicht alle drei einmal Live auszuprobieren und sich dann zu entscheiden.

Vorinstallierte Software

Nachfolgende Werte haben Gültigkeit für beide Systeme

  • Kernel: 5.4
  • Browser: Firefox
  • E-Mail Client: Thunderbird
  • Office: LibreOffice
  • Software-Container: Flatpak

Allgemein vorinstallierte Software:

Drittanbieterprogramme wie z.B. Hexchat, Transmission oder Clementine sind auf beiden Systemen exakt gleich vorinstalliert. Der Unterschied liegt in der Systemverwaltung und den jeweiligen Tools der Desktops.

Besonderheiten und Fazit

Egal welche Linux Mint Edition ihr einsetzt, sie gleichen sich optisch alle drei fast wie ein Ei dem anderen. Die Feinheiten liegen in den Begleitprogrammen des jeweiligen Desktops in Verbindung mit der persönlichen Vorliebe des Anwenders. Meines Erachtens nach läuft es auf die persönliche Vorliebe hinaus. Zumindest ist das in meinem Fall so. Obwohl alle drei Ausgaben sehr ähnlich aussehen, würde ich grundsätzlich immer die Cinnamon Ausgabe einsetzen, weil mir Xfce und MATE in Alltag am Desktop nicht voll zusagen.

Welche Ausgabe soll ich denn nun nutzen?

Prinzipiell ist es egal welche Linux Mint Ausgabe Du verwendest im Rahmen der Ubuntu Basis. Wenn Du also möglichst viele moderne Effekte magst, würde ich Cinnamon nehmen. Wenn Dein Rechner schon älter ist und schwach auf der Brust, würde ich die Xfce Ausgabe nutzen.

Unabhängig davon welche Ausgabe Du auswählst, Du wirst bis 2025 Sicherheitsaktualisierungen über die Ubuntu LTS Basis erhalten. Dies Gilt für Linux Mint 20 und nachfolgende Punktversionen wie 20.1, 20.2 und 20.3. Linux Mint 20.1 wird erfahrungsgemäß um Weihnachten 2020 erscheinen. Zumindest dann, wenn es so im Zeitplan der vergangenen Jahre bleibt. Ihr dürft dafür eine solide Linuxdistribution mit Fokus auf Desktop und Stabilität erwarten. Beide Fakten sind tragende Säulen bei Linux Mint.

Wo sind eigentlich die Linux Mint Anwender hier? Wie lange nutzt Du schon Linux Mint? Bist Du schon auf Linux Mint 20 gewechselt oder nutzt Du noch LM18 oder LM19? Laßt das doch mal in den Kommentaren da.

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch eine schöne Zeit. Bleibt gesund und macht es gut. Bis zum nächsten Video auf meinen Kanal. Tschüss

Das zu diesem Artikel korrespondierende Video kann auf meinem YouTube Kanal hier angeschaut werden.

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5 Kommentare

  1. Danke für den Artikel. Ich sehe mich bestätigt mit Cinnamon eine gute Wahl getroffen zu haben. Bin sehr zufrieden damit seit Jahren und wurde nie mit mate und xfce warm.

  2. Ich nutze auch seit 6 Jahre circa Linux Mint. Wechselte damals von Ubuntu zu Linux Mint und bin bis heute sehr zufrieden. Cinnamon ist auch mein Flavour. Habe mir mal die KDE Version von Linux Mint damals angeschaut aber hatte keine Chance gegen Cinnamon. Hat mich nie enttäuscht. Alles super.

  3. Ich finde es echt interessant, wie wenig sich diese beiden Desktopumgebungen bei Linux Mint (optisch) unterscheiden.
    Ich würde trotzdem am ehesten Mate benutzen, weil ich mich dort einfach mehr “zu Hause” fühle. Die Ubuntu-Mate Community ist auch Spitze.

  4. Ja LM hat da wirklich viel Herzblut investiert und das wird m.M.n. auch mit Beliebtheitsgrad und Nutzertreue honoriert. 🙂

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