Linux Distributionen gibt es viele auf der Welt. Eine Linux Distribution besteht aus dem Linux Kernel und dem Zusatz, den das jeweilige Projekt beipackt. Somit gibt es unzählige Linux Distributionen. Einige verfolgen interessante Ansätze, andere sind sehr spezifisch für Nischen. Es gibt Linux Distributionen für Einsteiger oder Anfänger. Es gibt Linux Distributionen, die ein hohes Maß an Expertise erfordern. Je nach Anwendungszweck sind einige Distributionen interessanter, andere vielleicht auch verzichtbar.

verschiedene Linux Distributionen

An der Stelle möchte ich einige Linux Distributionen herauspicken und diese näher vorstellen. Die Liste ist eine subjektive Zusammenstellung und sicher nicht objektiv. Möglicherweise fehlt die Distribution, die Du für die beste hältst. Ich bitte entsprechend um Verständnis.

Die Reihenfolge der Liste ist keine absteigende Reihenfolge in der Wertigkeit. Beim Desktop grenze ich es auf wenige Distributionen ein, ebenso auf dem Server. Die Auswahl soll ohne große Kompromisse zum Ziel führen. Wenn Ihr noch kein Linuxanwender seid, kommt Ihr entweder von Windows oder macOS. Entsprechend könnten die bisherigen Oberflächen vertraut wirken und Euch den Wechsel erleichtern, wenn auf der Linuxseite eine ähnliche Oberfläche vorzufinden ist.


Desktop

Linux Mint: Wer aus der Windows Welt kommt, wird in Linux Mint nicht nur eine sehr einsteigerfreundliche Linux Distribution vorfinden, sondern auch eine mit einer Windows 10 ähnlichen Oberfläche. Linux Mint basiert auf Ubuntu LTS Versionen und erscheint folglich alle zwei Jahre mit frischem Unterbau. Zwischendurch veröffentlicht das Linux Mint Projekt Zwischenversionen, die die Cinnamon Oberfläche und Mint Tools auffrischen. Sicherheitsaktualisierungen werden jederzeit über die Ubuntu Paketquellen bereitgestellt.

ElementaryOS: Wer aus der macOS Welt kommt, wird in elementaryOS nicht nur eine sehr einsteigerfreundliche Linux Distribution vorfinden, sondern auch eine mit einer macOS ähnlichen Oberfläche. ElementaryOS basiert auf Ubuntu LTS Versionen und erscheint nicht in regelmäßigen Versionen. ElementaryOS veröffentlicht von Zeit zu Zeit Zwischenversionen, die die Pantheon Oberfläche und die Elementary Tools auffrischen. Sicherheitsaktualisierungen werden jederzeit über die Ubuntu Paketquellen bereitgestellt.

Ubuntu: Ubuntu kommt mit Gnome Desktop und verfolgt mittlerweile ein eigenständiges Desktopkonzept. Mit Yaru hat Ubuntu ein eigenes Thema erstellt, das frisch aussieht und sehr modern ist. Ubuntu ist eine sehr einsteigerfreundliche Linux Distribution. Im April und im Oktober eines Jahres erscheint zuverlässig eine Ubuntu Ausgabe, die jeweils 9 Monate unterstützt wird. Alle zwei Jahre, im April, erschient eine Ubuntu LTS Version mit 5 Jahren Langzeitpflege.

Debian: Debian ist eine der ältesten noch aktiven Linux Distributionen und eine der wenigen, hinter der keine Firma steht. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das Debian entwickelt. Debian hat den Fokus aus Stabilität und Kontinuität. Alle zwei Jahre veröffentlicht Debian eine neue stabile Ausgabe. Sie erscheint stets dann, wenn sie fertig ist. Die. Software bleibt im Versionsstand bei der stabilen Ausgabe unverändert. Es gibt lediglich Korrekturen für schwerwiegende Fehler und Sicherheitsaktualisierungen. Wer Debian einmal installiert, bekommt ein nahezu unverwüstliches System, das unglaublich stabil und zuverlässig ist.

Manjaro: Manjaro basiert auf Arch Linux und ist ein sogenanntes rollendes Linuxsystem. Die Paketbasis ist ziemlich frisch aber anders als bei Arch Linux werden neue Programmversionen nicht sofort durchgeschoben, sondern erst nach circa zweiwöchiger Testphase. Somit will Manjaro stets neue und getestete bzw. stabile Softwarepakete liefern. Manjaro kommt mit einem Design mit hohen Wiedererkennungswert. Es handelt sich um eine der nutzerfreundlichsten rollenden Linux Distributionen.


Server

Ubuntu: Die Serverausgabe von Ubuntu ist ebenfalls frei erhältlich. Sie erscheint, zusammen mit dem Desktop, alle sechs Monate im April und im Oktober und erhält jeweils 9 Monate Produktpflege. Alle zwei Jahre im April erscheint auch bei Server eine LTS Ausgabe mit 5 Jahren Langzeitpflege. Der Server ist fein skalierbar und entsprechend stabil.

Debian: Das quelloffene System Debian ist flexibel anpassbar. Nicht nur als Desktop, auch als Server macht Debian einen hervorragenden Eindruck. Aufgrund der eingefrorenen Paketstände und der daraus resultierenden Stabilität eignet sich die stabile Debianedition sehr gut für Servereinsatz. Alle zwei Jahre erscheint eine neue stabile Debianausgabe. Jede Debianversion wird in etwa vier bis fünf Jahre insgesamt unterstützt. Debian ist ebenfalls fein skalierbar und entsprechend stabil.


Deine bevorzugte Linux Distribution ist nicht mit dabei?

Kein Problem. Jeder hat einen anderen Blick auf die Dinge. In meinen Augen sind oben genannte Distributionen hervorragend für Desktop und Server geeignet. Am Desktop haben wir nutzerfreundliche Distributionen und am Server äußerst stabile Systeme.

Wer Herausforderungen sucht oder Lust auf anspruchsvollere Distributionen hat, kann sich gerne mit Arch oder Gentoo beschäftigen. Mein Anspruch ist eine möglichst hohe Stabilität und Zuverlässigkeit des Betriebssystems. Der Computer muss zuverlässig einsatzfähig sein, wenn ich ihn zum Arbeiten benötige. Das ist mein Anspruch. Aus dem Grund bevorzuge ich am Desktop Debian, Linux Mint oder elementaryOS und am Server Debian.