Studie: So wird Open Source Software in der Wirtschaft eingesetzt


Hersteller proprietärer Software haben es relativ einfach zu ermitteln, wer die Software nutzt und in der Regel auch wie. Anders verhält sich dies mit quelloffener Software, auch Open Source Software genannt.  Hier gibt es keinen Hersteller, der mit harten Zahlen um die Ecke kommt.

Hier möchte eine Studie der amerikanischen Entwicklungsfirma Performance Software, die gemeinsam mit der Open Source Initiative, den State of Open Source Report 2022 veröffentlichten. Doch Obacht, der Zeitraum der Studie ist überschaubar vom 30. November 2021 bis 6. Januar 2022. Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 2660 Menschen befragt und damit auch beleuchtet, in welchen Organisationen Open Source Software eingesetzt wird.

So sind 38,66 Prozent der Teilnehmer beruflich im IT Sektor tätig. Der Rest verteilt sich auf verschiedene andere Branchen. Obwohl die Studie nicht lokal zwingend begrenzt war, stammen rund 53 Prozent der Teilnehmer aus dem nordamerikanischen Raum.

Open Source Nutzung nimmt zu

Die Studie zielte auf Firmen ab, die bereits mit quelloffener Software arbeiteten. Hier zeichnete sich eine Steigerung ab. 77 Prozent gaben an, dass in ihrem Unternehmen die Nutzung von Open Source Software im Jahr 2021 ausgebaut wurde.

Gründe für den Einsatz von Open Source Software

Viele gaben an, dass der Zugang zu Innovationen ein sehr wichtiger Grund für ihr Unternehmen sei, weshalb man auf Open Source zurückgreift. Danach folgen Gründe wie Kostenersparnis. So werden Lizenzkosten gespart. Die wenigen Stimmen aus Europa gaben sogar an, dass der Kostenaspekt noch vor dem Bedarf an Innovation steht. An vierter Stelle wurde Modernisierung genannt. Insgesamt gaben 30 Prozent an neue Open Source Software zu entwickeln.

Fast 80 Prozent gaben an, dass ihre Organisation mindestens ein Open Source Projekt monetär unterstütz. Die Linux Foundation erhielt mit 28 Prozent am häufigsten finanzielle Zuwendungen. Danach kommt die Free Software Foundation mit 25 Prozent, gefolgt von der Open Infrasctructure Foundation auf Platz drei.

Kompetenzprobleme

Viele der Befragten gaben an, dass die Einführung von Open Source Software oftmals an mangelnden Fähigkeiten die Software zu testen, einzusetzen und zu unterstützen scheitern. Es mangele nicht an Personal, sondern an fachlichen Qualifikationen für Open Source Software beim Personal.

Die Unternehmen sind auf hochqualifizierte Talente für Open Source Technologie angewiesen. Doch nicht nur technische Fähigkeiten sind gefragt, auch Mitarbeiter, die die Lizenzbedingungen durchblicken sind gefragt.

Wo Open Source stark ist und wo Defizite bestehen

Es kommt tatsächlich stark auf die Branche an wo Open Source etabliert oder ein Exot ist. Es sind nicht die großen Technikfirmen, die beim Einsatz von quelloffener Software vorne dran stehen, sondern ehr der Einzelhandel mit etwa 60 Prozent. Bei den Technik Formen sind es etwa 56 Prozent. Wenig Anklang findet Open Source Software bei handwerklichen Betrieben, sowie auch in der Pharma- und Gesundheitsbranche.

Welche quelloffene Lösung wird bevorzugt?

Das stärkste Wachstum können DevOps-Tools, wie Kubernetes, IoT/Edge Computing, Data Science und KI/ML/DL-Technologien verzeichnen. Die meisten Unternehmen möchten Open Source ihren bestehenden Stacks zufügen. IoT und Edge Computing wurden als sehr wichtig eingestuft. NFT hingegen wurde am häufigsten mit 19 Prozent als nicht so wichtig klassifiziert.


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