Zorin OS 15.2 – was taugt die Linux – Alternative zu Windows und macOS in Wirklichkeit?

Zorin OS 15.2

Zorin OS basiert auf Ubuntu LTS und schickt sich an eine alternative zu Windows und MacOS zu sein, die den Computer schneller, leistungsfähiger, sicherer und privatsphärentauglicher macht. Ob das aktuelle ZorinOS 15.2 im Test punkten kann, erfahrt ihr im Video. Los geht’s

Download

Über die Projekt Webseite ZorinOS gelangt man unter „Download Zorin OS“ direkt zu Download der kostenpflichtigen Ultimate Edition, für die man 39 Euro verlangt. Erstmal ein Brett, da man doch erwartet, Linux ist kostenlos. Doch scrollen wir nach unten, gelangen wir zur kostenfreien Core Edition, die wir so herunterladen können, nachdem wir uns mit Skip to Download dem Eintrag in den Newsletter entsagen.

Das ganze wirkt etwas aufdringlich in meinen Augen. Aber ich kann verstehen, wieso das Projekt das macht, denn grundsätzlich arbeitest ja auch Du nicht für umme oder?

Installation

Die Installation geht schnell und einfach von der Hand. Keine nennenswerten Ereignisse, was positiv gemeint ist. Denn wenn alles gut flutscht, braucht man das nicht extra hervorheben. Aber wie bei Ubuntu und seinen Abkömmlingen bekannt, läuft das einfach gut.

Man sollte nur aufpassen ob man an der Erfassung von Statistiken teilnehmen möchte oder nicht. Ich habe nicht teilgenommen.

Verbrauch Plattenplatz in GB nach Installation

Nach der frischen Installation belegte das Betriebssystem von der Platte 7GB. Da ich während der Installation Updates habe einspielen lassen, werden auch direkt nach Erstinbetriebnahme mir keine angeboten.

Desktop allgemein

Der Gnome-Desktop orientiert sich ganz eindeutig an einem Windows 10 Desktop. Links unten haben wir das Startmenü, daneben die Programme in der Taskleiste und rechts haben wir klassische Steuerelemente und die Uhr.

Der Zorin OS Desktop

Gnome liegt (gnome-shell –version) in Version 3.30.2 vor.

Fährt man über geöffnete Programm-Icons in der Taskleiste, so werden einem Vorschauen angezeigt, die für mein Geschmack etwas klotzig wirken aber ihre Funktion erfüllen. In den Einstellungen gibt es eine Besonderheit unter „Erscheinungsbild“, denn dort werden wir zu den Zorin Appearances geleitet. Und so kommen wir zum Desktop Theming

Desktop Themes

In der Core Version bekommen wir einen Theme Switcher, der zwischen Windows 10, Windows 7 und einem modifizierten Gnome Design wechseln lassen. In der Ultimate Edition sind noch Mate, Unity und MacOS – nachempfundene Designs mit dabei. Manjaro liefert das in der kostenlosen Edition alles mit. Das nur als Tipp am Rande.

Bei Thema können wir Farbakzente setzen und zwischen einem hellen und dunklen Modus umschalten. Im Reiter Leiste kann noch die Leistenhöhe und Deckkraft verändert werden u.a.

Desktop Aussehen

Das Design wirkt frisch, modern und ansprechend. Auch hat man die Hintergrundbilder Auswahl mit viel Mühe und Sorgfalt getroffen.

Ist ein Fenster im Vollbildmodus, verfärbt sich die Taskleiste entsprechend. Ein Beispiel dafür, mit wieviel Anmut man hier vorgeht bei der Effekteinstellung in Zorin OS.

Vorinstallierte Software

  • Kernel 5.3.0-40-generic
  • Firefox 73.0.1
  • Thunderbird ist nicht vorinstalliert, stattdessen wird als Email Client Evolution ausgeliefert
  • LibreOffice 6.3.5.2 mit Registerkonfiguration, also Ribbons in der MS Office Sprache. Nett gemacht.

Speicherverbrauch

Über htop wurde ein Arbeitsspeicherverbrauch von etwa 900MB angezeigt. Free -h zeigt in etwa das gleiche. Für Gnome Distros ein guter Wert.

Fazit

Zorin OS ist eine hübsche Linuxdistro mit Ubuntu Unterbau. Punkt!

Ob einen das in Verbindung mit den Extras wie 20 Spiele, Business und Media Apps, sowie macOS, Linux und Touch Desktop Layouts Grund genug ist knapp 40Euro hinzulegen, muß jeder selbst entscheiden. Ich hatte seinerzeit Zorin OS 12 Ultimate für 10 Euro oder so gekauft und mich hatte es nicht vom Hocker gehauen. Man erhält ein sorgsam zusammengestelltes Paket, keine Frage. Aber die hier erwähnten Apps kann ich mir auch selbst installieren und wenn ich auf diese Themes scharf bin, kann ich Manjaro nutzen.

Wer ein uralt PC hat, sollte die Lite Version probieren. Wer über einigermaßen moderne Hardware verfügt, kann die Core ausprobieren. Ich tue mir hier offen gestanden schwer eine Empfehlung auszusprechen. Wer von Windows 10 oder 7 kommt, wird hier ein gutes Paket finden. Wer schon etwas mehr Erfahrung mit Linux sammelte, wird vermutlich nicht zum Zielpublikum zählen und sowieso eine andere Distro nutzen. Für Einsteiger ist ZorinOS nebst z.B. Ubuntu, Linux Mint eine Alternative. Entsprechend würde ich Zorin OS klar als Einsteiger-Distro deklarieren, die gute Ansätze verfolgt aber 40 Euro finde ich als etwas zu kostenintensiv angesetzt. Wie seht Ihr das? Würdet Ihr 40 Euro für eine Ubuntu-basierende Linuxdistro ausgeben? Schreibt das doch mal in die Kommentare hinein.

Für ein Kanalabo und Daumenhoch bin ich dankbar 🙂 Anregungen einfach in die Kommentare reinschreiben. Meine Videos könnt ihr gerne mit Euren Freunden in den sozialen Median teilen. 🙂

Wir sehen uns hoffentlich bald wieder. Bleibt gesund und bis dahin. Ciao.

Mehr von meinen Videos über Linux findest Du in meiner Linux-Playlist.

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