Manjaro 19 Gnome – Das vielleicht bessere Arch Linux im Test

Das Manjaro Projekt hat vor wenigen Tagen die gleichnamige Arch-basierende Linux Distribution Manjaro 19 veröffentlicht. Wie sich diese Version mit Gnome Desktop anfühlt, schauen wir uns heute gemeinsam an.

Hat Manjaro gar das Zeug dazu das bessere Arch Linux zu sein? Oder ist das selbe Schicksal wie bei Antergos absehbar? Wie sich die Version 19 von Manjaro schlug, erfährst du im Video.

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Manjaro 19 (XFCE) getestet. Rolling Release mit modernen XFCE Desktop?

Download

Der ISO Installer läßt sich einfach von der Manjaro Seite besorgen. Je nachdem ob Du eine der Haupteditionen mit XFCE, KDE bzw. Gnome oder eine Community Edition mit z.B. Budgie, Mate oder Cinnamon bevorzugst, mußt Du entsprechend abbiegen bei der Kategorie „downloads“. Ansonsten einfach das ISO ziehen und mit VirtualBox starten oder mit z.b. Etcher ein bootfähiges Medium erstellen und Installieren.

Installation

Ich habe gleich mit den unfreien Treibern gestartet. Heißt es geht erstmal in den Live Modus und von dort aus habe ich installiert. Der Installer ist zuverlässig und die Installation geht sehr schnell von der Hand.

Speicherverbrauch in GB nach Installation

Direkt nach der Installation verbraucht die Gnome Edition von Manjaro 19 7,7 GB. Das ist in etwa gleichauf mit anderen Distributionen. 

Desktop allgemein

Der Gnome Desktop in Version 3.34.4 ist sehr umfangreich customized unter der Haube. Das fällt auf den ersten Blick nur noch nicht auf. Ich persönlich finde, Manjaro macht das sehr clever. Die Distribution macht einen in sich optisch geschlossenen Eindruck. Das gefällt mir. Der grüne Farbton ist dezent angenehm in meinen Augen.

Desktop Themes

In den Optimierungen bzw. dem Gnome Tweak Tool können wir unter Erscheinungsbild sehen, daß das auf Arc basierende Theme adaptiert wurde und mittlerweile Matcha heißt. Es gibt mehrere Versionen von Matcha für helle und dunkle Desktop-Erscheinung. Das Icon Set ist Papirus-Dark-Maia. Im Zusammenspiel kommt hier ein schöner Desktop heraus.

Desktop Aussehen

Doch mit diesen Themes können wir noch viel mehr spielen, jenseit von Gnome Tweaks. Mit dabei ist nämlich eien „Layouts“ App, die man prinzipiell von ZorinOS kennt. Damit können wir das Aussehen in vielerlei Hinsicht verändern: Manjaro, Traditionell, Unity, Modern, Gnome, Mate.

Das ist eine super Ergänzung in Manjaro Gnome. Auf diese Weise können wir verschiedene Konzepte realisieren und zwischen ihnen mühelos wechseln. Daumen hoch Jungs! Gute Arbeit.

Vorinstallierte Software

  • Kernel 5.4.22-1
  • Firefox 73.0.1
  • Thunderbird 68.5.0-1 kann nachinstalliert werden- evoltuion 3.34.4-1 ist der vorinstallierte E-Mail client.
  • LibreOffice 6.3.5.2 

Speicherverbrauch

Der Speicherverbrauch bei Manjaro 19 Gnome liegt während meines Testes in einer Größenordnung von 740MB, was für Gnome Distros ein sehr guter Wert ist. Evtl liegt es an Optimierungen seitens Gnome 3.34.4 aber das ist mit der beste Wert, den ich bei einer Gnome Distro sah. Respekt!

Fazit

Ich habe Arch Linux einmal installiert und die Hände über den Kopf zusammengeschlagen wie umständlich das war. Ich habe Antergos mal getestet weil es Arch auf einfache Art installieren ließ. Dann stieß ich mal auf Manjaro und dachte mir… noch eine Arch-Tochter, die es besser machen will. Mittlerweile nach dem Ende von Antergos und nach dem Test von Manjaro 19 bin ich der Auffassung, daß Manjaro viele oder gar alles richtig macht. Sie sind noch da und das Projekt macht spürbare Fortschritte. Manjaro 19 Gnome machte in meinem Test eine ausgezeichnete Figur. Der Desktop ist super customized. Man kann zwischen schönen Themes und Desktop-Konzepten via Mausklick hin- und herschalten. Was will man mehr? Genau so stelle ich mir einen modernen Linux Desktop vor, der Vorschläge macht, einem aber die Freiheit gibt, darüber hinaus dennoch Hand anzulegen.

Ich habe Manjaro bzw. Arch-basierende Distributionen noch nie als Hauptdistro verwendet, da mir rolling Releases immer etwas Sorge vor Fummelaufwand im Tagesgeschäft bereitete. Dennoch werde ich Manjaro weiter beobachten und es mal auf einen Zweitrechner intensiver testen. Es macht Spaß damit zu werkeln und es macht definitiv Lust auf mehr. Anders als Arch läßt Manjaro neue Pakete m.W.n. 2 Wochen reifen bzw. testen bevor sie sie in ihre Repos durchreichen. Das klingt interessant. Eine beeindruckende Distro, die ich vom Einsteiger bis zum Crack eigentlich empfehlen könnte, wenn man die Präferenz immer neueste Software haben zu wollen, empfehlen würde.

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