Ubuntu 22.04 LTS – Alles, was Du kurz und knapp wissen musst


Ubuntu 22.04 wurde als LTS Version am 21. April 2022 von Canonical nach langer Entwicklungszeit veröffentlicht. Insgesamt wird Ubuntu 22.04 fünf Jahre LTS Support bekommen. Wer länger Support als bis 2027 benötigt, kann für 3 Instanzen kostenlos via ESM weitere fünf Jahre Security Update bekommen. So erhält Ubuntu 22.04 also maximal 10 Jahre Support und ist dadurch höchst planbar, vor allem im Business Umfeld.

Mit dabei sind natürlich auch wieder die neuesten Features aus dem FOSS Umfeld. So erwartet euch u.a.

  • Linux Kernel 5.15 LTS
  • Gnome Shell 42
  • Neue Apps ink. Neues Screenshot tool
  • Mesa 22
  • Neue Multitasking Steuerung
  • Neue Ubuntu Dock Einstellungen
  • Frisches GTK & Shell Thema
  • 10 Farbakzente in Gnome

Der neue Ubuntu Desktop auf Basis von Gnome Shell 42 sieht mit dem Yaru Theme sehr professionell aus, reagiert schnell und ist stabil. So wie es bei einer LTS Version sein soll.

Die Snap Container Lösung ist weiterhin bei Ubuntu der Standard. Flatpak ist nicht mit dabei, kann aber im Bedarfsfall nachinstalliert werden und kann Snap auch vollständig ersetzen. Es wurden keine weiteren Apps vom Debian Paketformat zu Snap transferiert. So ist und bleibt Firefox der letzte prominente Kandidat, der transformiert wurde, zumindest bei Ubuntu. Wer den Snap Firefox nicht haben möchte, kann ihn löschen und bindet das Mozilla PPA ein. Auf diese Weise kann Firefox wieder als Debian Paket installiert werden. Alternativ könnte man die neueste Firefox Version auch als Flatpak installieren.

Wann Upgrade von Ubuntu 21.10 oder Ubuntu 20.04 auf Ubuntu 22.04?

Bei der Interimsversion Ubuntu 21.10 wird das Upgrade zeitnah nach Veröffentlichung von Ubuntu 22.04 angeboten. LTS Anwender müssen sich nach dem Plan von Canonical noch bis zum ersten Point Release für Ubuntu 22.04 gedulden. Wer ganz ungeduldig ist, kann das Upgrade allerdings auch schon frühzeitiger nach Release durchführen. Wer jedoch die Stabilität von LTS Versionen schätzt, sollte lieber warten bis der offizielle Upgradepfad von Canonical freigegeben wurde.

Fazit

Insgesamt wirkt Ubuntu 22.04 sehr performant, gut gepflegt und sieht toll aus. Die Entscheidung für die neueste Version von Gnome Shell 42 war für Canonical ein gewisse Risiko, doch der Mut zahlt sich aus. Man könnte fast meinen, Ubuntu besinnt sich wieder mehr auf den Linux Desktop, denn diese Ausgabe macht einen super Eindruck. Man könnte auch sagen, dass es sich um die beste Ubuntu Version handelt.

Ein Upgrade ist durchaus angeraten. Wer aber noch auf Ubuntu 20.04 bleibt, kann dessen Stabilität weiter auskosten. Immerhin wird Focal Fossa noch bis 2025 LTS und bis 2030 ESM Support bekommen können. Also hier besteht kein Zeitdruck frühzeitig das Upgrade durchzuführen. Die Neuerungen und Features in Ubuntu 22.04 sind aber durchaus Grund sich schon heute auf Ubuntu 22.04 zu freuen.

Was sagst Du? Gefällt Dir Ubuntu 22.04? Wann machst Du das Upgrade? Schreibe Deine Meinung dazu gerne in die Kommentare hinein.

Falls Du übrigens meinen ausführlichen Test zu Ubuntu 22.04 sehen willst, klicke einfach auf die Infokarte, die jetzt eingeblendet wird. Da unterziehe ich Jammy Jellyfish einem gründlichen und längeren Test.

Bevor ich gehe, möchte ich mich bei allen Unterstützern ganz herzlich bedanken.

Bei Dir möchte ich mich für die freundliche Aufmerksamkeit bedanken. Deine Meinung kannst Du gerne in den Kommentaren hinterlassen, entweder auf YT oder auf meinem Blog. Wenn Dir das Video gefallen hat, dann abonniere gerne meinen Kanal. Mit dem Daumen kannst Du zeigen, wie es Dir gefallen hat und die Glocke informiert Dich sofort, wenn ich Nachschub an neuen Videos veröffentlichte. Es lohnt sich.

Bleibt gesund, passt weiterhin gut auf Euch auf und bis zum nächsten Mal. Bis dahin. Macht es gut. Ciao, Euer Michl aus Franken.


2 Kommentare

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  1. Nachdem ich 20.02 durch 22.04 ersetzt hatte funktioniert “Bildschirmfoto” nicht mehr und lies sich andererseits nicht deinstallieren bzw. durch Spectacle oder Shutter ersetzen, die in Aktivitäten angeboten wurden.
    Deinstallation dieser Programme funktioniert nicht, “keine Pakete gefunden”, aber die Suchfunktion findet viele Programmteile an unterschiedlichsten Orten.
    Mittels apt-get autoremove wird darauf verwiesen, dass diese Programme keine deb-Pakete sind, statt dessemn soll man snap install verwenden. snap remove funktioniert aber auch nicht, s.o.: keine Pakete gefunden.